Stadt Sulz (Druckversion)

Historie der Stadt Sulz am Neckar

Sulz kann in seiner Geschichte weit bis in die vorchristliche Zeit zurück blicken. Erste sichtbare Zeichen sind die aus der Keltenzeit stammenden Grabhügel und eine Viereckschanze, welche sich westlich der Stadt befinden.
Die Römerzeit von Sulz-Kastell und Kastelldorf (Vicus) - kann in dem  Museum "Römerkeller", welches sich im Stadtteil "Kastell" befindet, angesehen werden. Ein weiteres historisches Denkmal ist die Burgruine Albeck aus der Zeit der Grafen von Sulz und der Geroldsecker. Aus der Zeit der Saline ist noch die Steinerne Waldhornbrücke zu sehen, welche für die Sole-Deichel (Rohrleitung) erbaut wurde.

 

 

"Sulz", 1643, Merian
"Sulz", 1643, Merian
"Sulz", 1818, Friedrich-August Alberti (Salinist)

5300 Jahre vor Chr. - Jungsteinzeit

Jungsteinzeitliche Funde (Bandkeramik) aus dem Neolithikum.
Lesen Sie weitere Informationen auf der Holzhauser Homepage.

500 vor Chr. bis um Christi Geburt - Die Zeit der Kelten

Keltische Viereckschanze und Grabhügel aus der La-Tene-Zeit ( etwa 500 - um Chr. Geburt )
in Sulz, im Stadtwald "Glockenturm".
Weitere keltische Funde in Sulz, Glatttal und Dürrenmettstetten.
Quelle:  Die Kelten in Baden-Württemberg 1981

Aus dem Grabungsbericht in Fundberichte aus Schwaben 1935:
1891 Grabhügel aufgedeckt. Vierräderiger Wage. Durchmesser der hinteren Räder 80 cm, der vordere 40 - 75 cm. Reifen 2,2 - 2,4 cm breit. Alle 5-6 cm ist in den Reifen ein 4 : 10 mm großes Längsgerichtetes Nagelloch, in dem bis 9 cm lange Nägel stecken. Die dicken Köpfe sind 5 - 6,5 cm lang und bilden so eine Verdoppelung des Reifens. Nabe mit glattem dünnen Bronzeblech überzogen, auch die äußeren Ringe. Verzierung durch einige schmale Wülste und Längsrillen. Die zwei Längsnähte durch einen Zierstreifen gedeckt und durch eiserne Nägel mit 12 mm großen, mit Bronzeblech überzogenen Kugelköpfen  auf dem teilweise erhaltenen Holz befestigt. Nabenlänge 42 cm, Dicke 13 cm.

Grabhügel
Grabhügel
Wagennabe
Wagennabe
Skizze Keltengräber
Skizze Keltengräber

74 n. Chr. - Die Römer in Sulz

Die Römer bauten auf der Höhe südlich des jetzigen Stadtkerns ein Kastell. Das Kastell wurde jedoch schon bald wieder aufgegeben. Eine keltorömische Zivilsiedlung (vicus) schließt sich an.

Lesen Sie weitere Informationen hier:
Römerkeller, Römerkastell, Römervicus, Römerstraße Neckar-Alb-Aare

nach 260 nach Chr. - Alamanische Gräberfunde

Alamannische Gräberfunde an den Rändern der Stadt Sulz sowie in Glatt und Sigmarswangen.

nach dem 6. Jahrhundert - Fränkische Siedlung

Fränkische Siedlung auf "Altheim" und "Auf der Stadt"

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Bergfelder Homepage.

790 n. Chr. - "Sulza villa puplici" - Erste urkundliche Erwähnung von Sulz

Bei dieser Urkunde handelt es sich um eine Schenkungsurkunde, in der ein gewisser Cozbert oder „Cozperti de Priari“ dem Kloster Sankt Gallen seinen Besitz in Priorberg vermacht. Urkunde

910 nach Chr. - Graf Alwig von Sulz erstmals erwähnt

Stammbaum Grafen von Sulz
Stammbaum Grafen von Sulz

Hier finden Sie den Stammbaum der Grafen von Sulz.

1064 nach Chr. - Kaiser Heinrich gestattet das Salzsieden in Sulz

Das Schicksal der Saline zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte der Stadtgeschichte.

Zur Geschichte der Saline finden Sie hier Informationen:
Historie 1, Historie 2, Historie 3

1095 - Graf Alwick II. von Sulz stiftet Kloster Alpirsbach

Graf Alwick II. von Sulz stiftet in Gemeinschaft mit den Grafen von Hausach und von Zollern das Kloster Alpirsbach.

1270 - Die Herren von Geroldseck

Die Herrschaft der Grafen ging an die Herren von Geroldseck über, die die Burg Albeck südwestlich der Stadt errichteten. Von einer Vorgängerburg der Grafen von Sulz ist nicht erhalten.

1284 - Sulz erhält das Stadtrecht

Sulz erhält das Stadtrecht von König Rudolf von Habsburg auf Betreiben der Geroldsecker.

Festvortrag zur 725. Jubiläum der Sulzer Stadtgründung am 26.10.2009 (Dr. Casimir Bumiller)

15. Jahrhundert - Geroldsecker Fehde

Während der Geroldseckschen Fehde, unter der die Bürger der Stadt viel zu leiden hatten, gelang es den aufstrebenden Württemberger Grafen, den Geroldseckern die Burg Albeck und die Stadt mit der Saline schrittweise abzuringen.
Weitere Informationen finden Sie hier: Chronologie zur Burgruine Albeck.

1473 - Sulz wird württembergisch

Sulz ist ganz in württembergischer Hand und bleibt für Jahrhunderte die einzige Saline des Landes.

Ab 1483 - Sulz: Sitz des württembergischen Obervogtes

War Sulz auch Sitz des württembergischen Obervogts am Schwarzwald und damit ein Verwaltungszentrum.

1484 - Flößerei auf dem oberen Neckar

Weitere Informationen: www.kulturundheimatverein-sulz.de

1534 - Reformation in Sulz

Reformation in Sulz: Aufsatz  zu diesem Thema im Bezug auf Württemberg, Stadt Sulz  und die umliegenden Teilorte.

Weitere Informationen: www.sulz-holzhausen.de

1542 - Friedhof bei der Siechenkapelle

Friedhof außerhalb der Stadtmauer.

Weitere Informationen zu den Epitaphen: www.kulturundheimatverein-sulz.de

1581 - Großbrand wütet in Sulz

112 Wohngebäude und Scheunen fielen in Schutt und Asche.

1618 bis 1648 - 30-jähriger Krieg

 

Während des Dreißigjährigen Kriegs wechseln sich die Besatzungen von schwedischen, bayerischen und weimarschen Truppen auf der Albeck ab. Auch der berühmte Verteidiger des Hohentwiel, Kommandant Konrad Widerholt, bemächtigt sich 1641 der Burg.

1626 - Hexenverfolgung

Teufelspakt Hexenglaube und Hexenverfolgung am Oberen Neckar.

Weitere Informationen: Aufsatz: "Teufelspakt, Hexenglaube und Hexenverfolgung am oberen Neckar"

1688 - Zerstörung der Burg Albeck

Mit dem Pfälzer Erbfolgekrieg von 1688 kommt das Ende der Albeck als Wehr- und Festungsanlage. Die Franzosen nehmen die Burg ein und zerstören sie durch Feuer und Sprengungen.

1794 - Großbrand zerstört die Stadt

Sulz brannte, wie schon einmal 1581, innerhalb der Stadtmauern bis auf wenige Häuser und die spätgotische Stadtkirche vollständig ab. Anschließend wurde Sulz nach einem einheitlichen Plan wieder aufgebaut, der dem Stadtkern noch heute sein charakteristisches Gepräge gibt.

1803 - Saline

Als die viel ergiebigeren Salzwerke am Kocher württembergisch wurden, verlor Sulz seinen bisherigen hohen wirtschaftlichen Rang als Salzstadt. Versuche, durch Verbesserung der Salzabbaumethoden, durch Abbau von Hallerde und durch Ausbau eines Solbads wieder eine größere Bedeutung zu gewinnen, brachten auf die Dauer nicht den gewünschten Erfolg.

1848 - Sulzer Petition

Sulzer Petition vom 06. März 1848 an den Ausschuß der Stände

1867 - Eisenbahn in Sulz

Eröffnung der Bahnstrecke Horb - Sulz - Talhausen (1865 - 1867 Bau des Eisenbahntunnels in Sulz).

1899 - Letztes Floß auf dem Neckar geht von Sulz ab

Weitere Informationen: www.kulturundheimatverein-sulz.de

1924 - Das Ende der Saline

Die Saline Sulz stellt den Betrieb ein. Ein neues Wohngebiet entsteht auf dem Wöhrd.

1935 Erschließung der Siedlung mit Wohnhäusern - heute Schillerhöhe

Die ersten Siedlungshäuser entstehen an der Kniesteige und auf der Gänshalde.

1938 - Oberamt / Kreis Sulz wird aufgelöst

Der Kreis Sulz wird aufgelöst und wird Teil des Kreises Horb.

1951 bis 1953 - Erste Neckarkorrektion

Die erste Neckarkorrektion befreit die Sulzer Stadtmitte von der Hochwassergefahr.
Der Stadtteil "Breite" entsteht für Wohnen und Schulen.

1954 Bau der Umgehungsstraße B14

Sulz wurde vom Durchgangsverkehr befreit durch den Bau der Umgehungsstraße von der Oberndorfer Straße bis zur Freudenstädter Straße (Stoppstelle).

1955 - 1956 - Zweite Neckarkorrektion

Die Korrektion neckarabwärts brachte neues hochwasserfreies Industriegelände.

1955 - 1959 - Neue Schul- und Sportstätten

Es konnten im neu geschaffenen Wohngebiet Breite nun auch Schul- und Sportstätten geschaffen und eingeweiht werden: 1955 - Sportstätte Albeck-Stadion, 1957 - Volksschulgebäude, 1959 - Turnhalle (Neckarhalle), 1959 - Kreisberufschule

1963 - Bundeswehr in Sulz

Die Buntweberei Sulz, gegründet 1897, stellt ihren Betrieb ein. Die Bundeswehr übernimmt das Fabrikgelände. Aufstellung des LwParkRgt1/Ast Sulz a.N. (1968 in Luftwaffenmaterial-Depot 14 umbenannt.)

1971 - Wohnen und Gewerbe auf Kastell

Das neue Wohn- und Gewerbegebiet Kastell in Sulz-Süd wird erschlossen und bebaut.

1972 bis 1975 - Gemeindereform

Eingemeindung von Bergfelden, Dürrenmettstetten, Fischingen, Glatt, Hopfau, Holzhausen, Mühlheim, Renfrizhausen und Sigmarswangen.

1973 - Kreisreform

Durch die Kreisreform im Jahre 1973 wurde Sulz mit seinen Stadtteilen ein Unterzentrum im Landkreis Rottweil und gehört seither zum Regierungsbezirk Freiburg.

1993 - Ende der Bundeswehr in Sulz

Auflösung des Bundeswehr-Depots in Sulz. Die Stadt Sulz erwirbt das Gelände (10 ha) "Neckarwiesen".

2003 bis 2007 - Neckarwiesen

Das Wohn- / Gewerbegebiet "Neckarwiesen" entsteht. 2003 - Neukauf-Markt in den Neckarwiesen. 2004 - Einweihung der neuen Neckarbrücke und Umgehungsstraße. 2007 - Einweihung der Wohnbauflächen in den Neckarwiesen.

2010 - Neue Stadthalle

Einweihung der neuen Stadthalle (Backsteinbau) im ehemaligen BWS-Spinnerei-Gebäude.

Weitere historische Daten der Stadt Sulz im Detail

Diese ausführliche Chronik gibt einen großen Überlick über Ereignisse in der Gesamtstadt Sulz. Der Schwerpunkt liegt in den vergangenen Jahrzehnten.

Weitere Informationen finden Sie in der Chronik der Stadt Sulz am Neckar

http://www.sulz.de/index.php?id=28