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Gefährdung durch den Borkenkäfer

Der trocken-heiße Juli 2019 mit Rekordtemperaturen und nur sehr wenig Regen hat dazu geführt, dass sich die gefährlichen Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher stark vermehren konnten und die geschwächten Bäume jetzt in hoher Anzahl befallen.

 

Die Käferfallen, die im Kreisgebiet zum Borkenkäfermonitoring aufgestellt sind, zeigen sehr hohe Fangzahlen, die auf eine starke Flugaktivität der Borkenkäfer hinweisen.

Im ganzen Kreisgebiet wird von den Revierleitern und auch von vielen Waldbesitzern   massiver Befall an stehenden Fichten gemeldet. Oft handelt es sich dabei sogar um größere Nester mit zum Teil 50-100 befallenen Bäumen an einem Ort.

 

Kennzeichen eines frischen Borkenkäferbefalls sind vor allem:

  • Braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen sowie auf Spinnweben und auf der Bodenvegetation am Stammfuß;
  • Harztröpfchen und Harzfluss am Stamm, vor allem am Kronenansatz;
  • Verblassend fahl-grün werdende bis vergilbende Nadeln;
  • Herabfallende oder bereits am Boden liegende grüne Nadeln
 

Das Forstamt fordert deshalb alle Waldbesitzer dringend auf, ihre Wälder ab sofort bis Ende September am besten im 1-2-wöchigen Turnus regelmäßig zu kontrollieren. Die Revierleiter auf der Fläche können diese Aufgabe nicht übernehmen, sie stehen jedoch bei Fragen gerne beratend zur Seite.

 

Zu kontrollieren sind alle Fichten- und Tannenbestände, insbesonders vorjährige Befallsorte, Ränder von Windwurf- und Schneebruchnestern sowie Waldbestände mit frischen und älteren Nadelholzpoltern. Wenn befallene Bäume festgestellt werden, gilt es schnell zu handeln und die Käferbäume zu fällen.

 

Bei der Aufarbeitung ist Folgendes zu beachten:

  • Auch Gipfelmaterial muss entfernt werden, da es als perfektes Brutmaterial vor allem für den Kupferstecher geeignet ist. Durch Hacken oder Verbrennen bei feuchter Witterung können Gipfel unschädlich gemacht werden. Beim Verbrennen ist zwingend auf die derzeitige trockene Witterung zu achten. Es ist  die Ortspolizeibehörde und die   Feuerwehr zu informieren!
  • Das befallende Stammholz muss vor dem Ausflug der Käfer aus dem Wald entfernt werden. Aufgrund des hohen Angebots an Käfer-, Sturm- und Schneebruchholz stoßen die Sägewerke derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen und es ist oft nicht möglich, das befallene Holz zeitig vor dem Ausflug aus dem Bestand abzufahren.
  • Wenn absehbar ist, daß das befallene Holz nicht schnell aus dem Wald abgeholt wird, ist es zu entrinden oder mit einer Schutzspritzung zu behandeln.

  • Die bereitgestellte Holzmenge pro Sägewerk muss mindestens 10 Festmeter betragen, besser sind 20 Festmeter. Kleinmengen werden von den Holzkäufern erst gar nicht übernommen.

Können Waldbesitzer die erforderlichen Maßnahmen nicht selbst durchführen, können Sie die Beratung und das Betreuungsangebot des örtlich zuständigen Revierleiters in Anspruch nehmen.

   

Rottweil, den 30.07.2019                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            gez. Kapahnke

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Forstamtsleiter

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