In Sulz am Neckar: Stadt Sulz am Neckar

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Corona: Appell des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die weltweite Ausbreitung von COVID-19, bekannt unter dem Namen Coronavirus, wurde vergangene Woche von der Weltgesundheitsorganisation WHO zu einer Pandemie erklärt. Wir befinden uns in einer ernsten Lage, die uns vor große Herausforderungen stellt.

Von Minute zu Minute verbreiten sich neue Nachrichten darüber, wie gefährlich die Viruserkrankung ist, wie man sie am besten bekämpft und zu welchen Reaktionen dies in der Gesellschaft führt. Sie alle haben schon viel über den Coronavirus gelernt und die meisten von ihnen ihr Verhalten bereits umgestellt – so wie ein großer Teil der Menschen auf der ganzen Welt.

Wir sind Bestandteil dieser Welt und wir fühlen uns mit allen Betroffenen solidarisch. In dieser außergewöhnlichen Lage gilt es aber, uns auf das zu konzentrieren, was wir selber hier in Sulz am Neckar und den Ortsteilen tun können, was wir tun müssen und was wir nicht tun müssen.

Dazu gehören drei wesentliche Schritte:

  1. Den Virus ausbremsen
  2. Die Versorgung sicherstellen
  3. Über den Virus informieren

Zuallererst ist es wichtig, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wie wir alle wissen, haben wir in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Auch ein so gut ausgestattetes System kann jedoch an seine Grenzen geraten, wenn sehr viele Menschen gleichzeitig untersucht, im Falle einer Erkrankung isoliert und in einigen Fällen intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Es kommt darauf an, dass dies so langsam wie möglich nacheinander geschieht, nicht auf einmal.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Rottweil hat zur Vermeidung von Überlastungen ein ambulantes Diagnosezentrum eingerichtet, das nach Voranmeldung die Tests durchführt. Bitte halten Sie sich bei einem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus dabei an das Verfahren. Suchen Sie keinen Arzt, kein Krankenhaus und kein Gesundheitsamt ohne vorherige telefonische Rücksprache auf. Melden Sie sich zunächst per Telefon bei Ihrem Hausarzt. Am Wochenende oder abends erreichen Sie den Notdienst unter der Telefonnummer 116117, die sie über ein Festnetz-Telefon anrufen sollten.

Damit es erst gar nicht zu vielen Infektionen kommt, ist es in der jetzigen Phase wichtig, die Kontakte untereinander soweit es irgend geht zu beschränken. Reduzieren Sie das Risiko und übernehmen Sie Verantwortung, indem sie öfter zuhause bleiben. Halten Sie sich an die Hygiene-Ratschläge. Verschieben Sie familiäre Feiern, insbesondere dann, wenn ältere Menschen daran teilnehmen.

Es sind jedoch nicht nur ältere und kranke Menschen gefährdet. Denn jede und jeder, der oder die isoliert oder intensivmedizinisch wegen einer Corona-Infektion behandelt werden muss, belegt auch ein Bett in unseren Krankenhäusern. Diese Betten werden dringend benötigt – nicht alleine für am Coronavirus Erkrankte, sondern auch für alle weiteren Krankheiten, Verletzungen und anderen Fälle, die es heute genauso wie vor der Pandemie gibt.

Zweitens muss die Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden. Trotz der Hamsterkäufe gelingt dies. Und es wird auch weiterhin Nahrungsmittel, Medikamente und alles zum Leben notwendige geben.

Einzelhandel, Logistik, Medizintechnik, Apotheken, Strom- und Wasserversorgung, Handwerker, Polizei, Rettungsdienst/Hilfsorganisationen (DRK und andere), Verwaltungen, Lehrkräfte, Sozialstation, Feuerwehr und viele, viele weitere leisten jetzt schon hervorragende Arbeit, um die Versorgung zu garantieren. Ihnen gilt der ausdrückliche Dank von uns allen.

Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, diese Leistung anzuerkennen und sie zu respektieren. Ein Streit an der Kasse, weil Einzelne meinen, große Mengen Toilettenpapier horten zu müssen, ist nicht dem Ernst der Situation angemessen, egoistisch und schlicht unanständig.

Verwenden Sie Ihre Energie bitte lieber darauf, denjenigen Hilfestellung zu leisten, die sie benötigen. Das tut Ihnen und der Gesellschaft gut. Haben Sie ein Auge darauf, ob die Menschen in der Nachbarschaft gesund sind, ob sie etwas zum Leben benötigen. Auch wenn wir Kontakte vermeiden müssen, sollten wir in dieser Hinsicht näher zusammenrücken: Je besser wir uns gegenseitig unterstützen, desto besser überstehen wir diese Pandemie. Bieten Sie Menschen an, kleinere Besorgungen  und Einkäufe für sie zu erledigen.

Ich versichere Ihnen, dass die Stadt alles tut und tun wird, um Ihrer Rolle gerecht zu werden. Wir beobachten die Situation und ergreifen in Zusammenarbeit mit den übergeordneten Behörden alle notwendigen Schritte. So wird das Funktionieren unserer Gesellschaft, unserer Stadt und der Ortsteile soweit es möglich ist erhalten.

Zur Erhaltung des gesellschaftlichen Lebens und Funktionierens gehört auch die Verbreitung des vorhandenen Wissens. Es kursieren wie in jeder außergewöhnlichen Lage unendlich viele Informationen, Gerüchte und auch Falschmeldungen. Die Stadtverwaltung setzt ganz bewusst auf zuverlässige, sachliche Informationen aus nachvollziehbaren, renommierten Quellen. Wir nutzen dazu unser Mitteilungsblatt, das an alle Haushalte geht. Um sie verlässlich auf dem Laufenden zu halten, nutzen wir den offiziellen Facebook-Kanal der Stadt und unsere Homepage. Auf der Homepage wurde eigens ein Bereich mit Informationen eingerichtet, der ständig aktualisiert wird. Wir arbeiten zudem mit den Tageszeitungen hier am Ort zusammen. Lassen Sie sich nicht durch zweifelhafte Quellen verunsichern.

Die Verbreitung des Coronavirus unterliegt einer hohen Dynamik. Das bedeutet, es gibt ständig neue Erkenntnisse, Handlungsweisen und man lernt hinzu. Dadurch müssen wir die Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung dieser Pandemie stetig an das, was gerade in Sulz am Neckar und den Ortsteilen nötig ist, anpassen. Wir haben die Arbeitsgruppe Infektionsschutz unter meiner Leitung eingerichtet, die sich ständig darum kümmert. Auf unserer Homepage finden Sie auch eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail zu der Arbeitsgruppe, an die Sie Fragen und Wünsche richten können.

 

Gerd Hieber

Bürgermeister

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