Auch in der Stadtverwaltung Sulz am Neckar spielt künstliche Intelligenz (KI) zunehmend eine Rolle – etwa bei der digitalen Bürgerkommunikation, bei internen Verwaltungsprozessen oder in der Entwicklung neuer Angebote wie der Sulz App und des Bürgerserviceportals. KI kann helfen, Abläufe zu vereinfachen, Informationen gezielter bereitzustellen und Entscheidungen besser vorzubereiten. Gleichzeitig ist die rechtliche Lage derzeit noch im Wandel: Der europäische AI Act und nationale Datenschutzvorgaben befinden sich in der Umsetzung, viele Fragen zu Haftung, Datensicherheit und Transparenz sind noch nicht abschließend geklärt. Die Stadt Sulz geht daher bewusst vorsichtig und verantwortungsvoll mit KI-Technologien um – mit dem Ziel, Chancen zu nutzen, ohne rechtliche oder ethische Grenzen zu überschreiten.
Sie finden auf dieser Seite Informationen über Projekte, die von der Stadt Sulz im Bereich der künstlichen Intelligenz vorangetrieben werden.
Stand: 06.10.2025 - Dieser Text wurde unter Verwendung künstlicher Intelligenz erstellt.
Chancen der Künstlichen Intelligenz
Einsatz von künstlicher Intelligenz
Die Stadtverwaltung testet in verschiedenen Bereichen den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Zunächst nutzen wir Chat-Systeme für Textentwürfe. Wir sind im Austausch mit Digitallotsen und Digitalisierungsmanagern anderer Kommunen und Landkreise, außerdem bilden wir uns auch in diesem Bereich fort. Durch Kenntnisse über generative künstliche Intelligenz bemühen wir uns, die Chancen und Risiken zu managen.
Aktuell testet die Stadt Sulz den Einsatz von Nele.ai, einer Datenschutz konformen Lösungen für KI-Chats sowie ein weiteres, ähnliches System. Genutzt werden dafür ausschließlich europäische Server.
Hinweis zur Nutzung von Chatbots:
ChatGPT und andere Chatbots sind in aller Munde und können ein hilfreiches Werkzeug sein – wir möchten Sie aber auch kurz auf Risiken aufmerksam machen.
Die Chatbots können sehr schnell und unkompliziert Formulierungsvorschläge für alle möglichen Texte liefern und damit die Arbeit erleichtern.
- Sie haben sicher gelesen, dass diese Texte oft gut geschrieben sind und sich auch flüssig lesen. Allerdings nehmen es Chatbots mit den Fakten nicht immer genau. Es empfiehlt sich daher immer, die Texte als Vorschlag zu sehen und die Informationen gründlich zu prüfen. KI-Systeme sind dazu gemacht, Vorschläge zu entwickeln - nicht, um präzise Informationen zu liefern.
- Ein weiterer Fallstrick ist nicht so offensichtlich. Wenn Sie bei einer Frage an einen Chatbot Informationen eingeben, werden diese häufig an ausländische Server gesendet und dort gespeichert. Bitte achten Sie daher im Sinne des Datenschutzes darauf, dass Sie keine sensiblen oder persönlichen Daten in einen Chatbot eingeben.
Stand: 15.09.2025
Künstliche Intelligenz beschreibt Social-Media-Bilder
Social-Media-Bilder werden ab sofort auf der Webseite der Stadt von einer künstlichen Intelligenz (KI) erläutert.
Möglich macht dies die Zusammenarbeit mit Jaimo Solutions. Als eine der ersten Kommunen setzte Sulz auf die so genannte "Stage" der Firma aus Bad Schönborn. Im unteren Bereich der Startseite von www.sulz.de werden Posts vom Instagram- und Facebook-Kanal der Stadt angezeigt.
Vorteil: Auch Bürgerinnen und Bürger, die kein Mitglied bei Facebook oder Instagram sind, können die Veröffentlichungen der Stadt auf den Kanälen sehen - ohne dabei ihre Daten preisgeben zu müssen.
Als neue Funktion kommt nun künstliche Intelligenz zum Einsatz, um die Barrierefreiheit für Seheingeschränkte zu verbessern: Alle Bilder, die Sulz am Neckar auf Social Media postet, werden von einer KI beschrieben. Menschen, die eine Vorlesesoftware für Internetseiten (Screen-Reader) verwenden, erfahren so, was auf dem Bild zu sehen ist. Die Inklusion in der Behördenkommunikation wird so verbessert.
Stand: 10.07.2024
High-Tech-Fahrzeug erfasst erneut das Straßennetz für die Stadtverwaltung
Damit die Straßen und jedes Schlagloch von den Mitarbeitern am Computer angeschaut werden können, befährt im Jahr 2024 im Auftrag der Stadt Sulz am Neckar das orange-silberne Messfahrzeug des Berliner Unternehmens eagle eye technologies das öffentliche Verkehrsnetz. Bei der Befahrung werden die Straßenbestands- und Zustandsdaten genau aufgenommen und optisch erfasst. Anschließend werden die Daten für die Stadt aufbereitet und dokumentiert. Diese sollen als Grundlage für die Ergänzung des digitalen Straßenkatasters dienen. Mit Hilfe des erstellten digitalen Geo-Zwillings von Sulz kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur gezielt verwalten, planen sowie systematisch und effizient sanieren.
Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungs- und auch Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Damit vorhandene Mittel möglichst optimal eingesetzt werden, will die Stadt Sulz diese Aufgaben auch zukünftig auf Basis der zu erfassenden Bestands- und Zustandsdaten planen. Dazu nimmt das eagle eye-Fahrzeug etwa 115 Kilometer kommunale Straßen und Wege genau auf. „Die zuständigen Mitarbeiter haben die Straßenerhaltung im Blick, können Vergleiche zu bereits vorhandenen Daten ziehen, Prognosen ermitteln und Maßnahmen sinnvoll planen. Bei Bedarf haben sie die Möglichkeit jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen. Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver“, betont Jens Keucher, Bürgermeister der Stadt Sulz.
Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, buchstäblich mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf. Die eagle eye-Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Da die Datenaufnahme wetterabhängig ist, muss die Befahrung in einem Zeitraum mit stabilen Wetterverhältnissen stattfinden. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen. Die digitalen Daten werden zur Nutzung in das örtliche Geoinformationssystem eingepflegt.
Die Pflege und Erhaltung der öffentlichen Straßen und Wege stellt unterschiedliche Herausforderungen an die Stadtverwaltung. Zum einen müssen finanzielle Mittel für die Sanierung, den Erhalt und den Ausbau budgetiert werden und zum anderen sollen diese Mittel auch wirtschaftlich geplant und eingesetzt werden. Für eine strukturierte Planung aller Ressourcen benötigt die Kommune aktuelle und detaillierte Infrastrukturdaten. Durch die Möglichkeit zur genauen Vermessung des Straßenraums anhand der Bilddaten, werden Arbeitsabläufe effizienter und die erfolgreiche Digitalisierung der Verwaltung unterstützt. Das sind wichtige Argumente für die Kommune: „Wir sind bestrebt, bei der Erfassung möglichst viele Fachdaten für unsere Stadt zu generieren“, führt Bürgermeister Keucher weiter aus. „Gleichzeitig legen wir natürlich großen Wert auf eine sehr gute Datenqualität, denn nur so können wir die Ergebnisse später wirklich vielseitig und sinnvoll verwenden.“
Im Rahmen der Datenerfassung sind wir stets bemüht, so wenige wie möglich persönliche Bilddaten zu erfassen. Konkret versuchen wir in verkehrsarmen Zeiten zu fahren und spezielle Flächen mit geringem Personenaufkommen zu erfassen. Unsere Fahrzeuge sind mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. Eine Zuordnung persönlicher Daten zu den erfassten Bilddaten erfolgt in keinem Fall. Das vorhandene Bildmaterial wird lediglich im Rahmen des Auftrages zur Erfassung kommunaler Infrastruktur verwendet. Datenmaterial, welches uns im Rahmen des Auftrages durch die kommunale Verwaltung zur Verfügung gestellt wird, wird nur im Rahmen des Auftrages verwertet und nach Vertragserfüllung werden diese Daten sofort und unwiderruflich gelöscht. Unsere Mitarbeiter und die von uns beauftragten Dienstleistungsunternehmen sind von uns zur Verschwiegenheit und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet worden.
Projektverantwortung:
eagle eye technologies Deutschland GmbH
Auftraggeber:
Stadt Sulz am Neckar
Stand: 08.03.2024
Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten
Nach EU Artificial Intelligence Act müssen ab August 2026 Inhalte (Texte, Bilder, Videos) gekennzeichnet werden, die den Eindruck erwecken, von Menschen erstellt zu sein, aber wesentlich oder ausschließlich durch Künstliche Intelligenz generiert wurden. Zudem müssen (Art. 3, Nr. 60) so genannte "Deep Fakes" gekennzeichnet werden. Deep Fakes sind
"KI-generierte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die existierenden Personen, Objekten, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und einer Person fälschlicherweise als authentisch oder wahrheitsgemäß erscheinen würden".
Die Stadt Sulz bemüht sich, Deep Fakes nicht wissentlich zu verwenden.
Ausdrücklich nicht kennzeichnungspflichtig sind künstlerische Inhalte.
Stand: 30.10.2025

















