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Staatssekretär informiert sich über Millioneninvestition

Erstelldatum27.08.2026

Neue Streugutlagerhalle bei der Straßenmeisterei im Bau.

34 Grad im Schatten, ein heißer Beton-Rohbau – und ein eiskaltes Thema auf der Agenda: Staatssekretär Raimund Haser MdL stattete der Straßenmeisterei Rottweil während seiner Sommertour einen Besuch ab. Ein wichtiger Programmpunkt war die Besichtigung der künftigen Streugutlagerhalle, in die der Bund rund 2,1 Millionen Euro investiert.

Begrüßt wurde der Staatssekretär vom Ersten Landesbeamten Hermann Kopp, der auch die Landtagsabgeordneten Stefan Teufel und Artur Eichin willkommen hieß. „Wir freuen uns sehr, dass der Bund hier bei uns investiert und damit gleich einen doppelten Beitrag leistet, sowohl zu besseren Arbeitsabläufen in der Straßenmeisterei als auch zu umweltfreundlicheren Streuverfahren“, so Kopp. 

Im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenmeisterei stand zunächst deren tägliche Arbeit im Mittelpunkt. Staatssekretär Haser machte deutlich, dass im Verkehrsministerium ein Bewusstsein dafür bestehe, wie gefährlich der Einsatz der Straßenwärterinnen und Straßenwärter auf den Straßen sei. Sein ausdrücklicher Dank galt deshalb allen Beschäftigten, die bei jedem Wetter dafür sorgen, dass die Straßen sicher und befahrbar bleiben: „Sie tragen wesentlich dazu bei, diese Infrastruktur zu erhalten!“

Wie anspruchsvoll diese Arbeit ist, wurde beim Austausch schnell deutlich. Die Mitarbeiter berichteten von ihren täglichen Herausforderungen, die nicht zuletzt durch die zunehmende Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr erschwert werden. „Wir würden uns vor allem wünschen, dass die Verkehrsteilnehmenden wieder mehr Respekt vor unserer Arbeit haben“, brachte ein Mitarbeiter die Situation auf den Punkt. Wer täglich im fließenden Verkehr arbeite, erlebe immer wieder, dass an Absperrungen vorbeigefahren oder nicht ausreichend Rücksicht genommen werde. Es gehe aber nicht nur darum, die eigene Sicherheit einzufordern. „Manchmal wäre einfach ein Dankeschön ganz nett“, lautete der Wunsch aus der Runde.

Dabei ist der sorgfältige Unterhalt des bestehenden Straßennetzes entscheidend. „Die Belastungen für Straßen und Brücken nehmen nicht ab, sondern zu. Wir brauchen deshalb über Jahre hinweg verlässliche Budgets, um Infrastruktur zu ersetzen, zu erneuern und - wo notwendig - auch zu ergänzen. Wie groß die Herausforderung aktuell ist, zeigt sich besonders an den Brücken“, sagte Haser.

Und diese Infrastruktur ist im Landkreis Rottweil von einer ganz besonderen Topographie geprägt. Das Straßennetz reicht von tieferen Lagen bis in die Höhen des Schwarzwalds. Daraus resultieren zahlreiche Steigungsstrecken, und die machen insbesondere den Winterdienst sehr anspruchsvoll.

Für Steve Bippus, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei Rottweil, ist es deshalb umso wichtiger, dass in eine gute Ausstattung investiert wird. „Die neue Streugutlagerhalle wird uns die Arbeit deutlich erleichtern“, erläuterte er. Die Lagerkapazität für Streusalz steigt damit von bislang rund 800 auf künftig 2.400 Tonnen. „Damit haben unsere Einsatzkräfte weniger manuelle Tätigkeiten und deutlich einfachere Abläufe“, so Bippus. Musste das Salz bislang mit dem Radlader in das Lager gebracht werden, kann die neue Halle wesentlich effizienter beschickt und das Streusalz mittels Verladesilo schnell und effizient verladen werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die eigene Soleerzeugung, die mit dem Hallenbau ebenfalls erweitert wird. Die Anlage kann bis zu 100.000 Liter Sole vorhalten. Die flüssige Salzlösung haftet besser auf der Fahrbahn und ermöglicht einen gezielteren Einsatz des Streusalzes. Gerade bei präventiven Einsätzen, etwa bei angekündigtem Eisregen, spielt die Sole eine wichtige Rolle im Winterdienst. 

Stefan Teufel MdL verwies auf die lange umstrittene A 81 und darauf, welchen Wert eine leistungsfähige Infrastruktur für die Region habe – ein wichtiges Gut, das laufend unterhalten werden müsse. Auch Artur Eichin schloss sich dem Dank an die Beschäftigten an.

Und während in der Sommerhitze niemand freiwillig an Eisregen denkt, ist bei der Straßenmeisterei längst klar: Der nächste Winter kommt. Und wenn er kommt, stehen 2.400 Tonnen Salz, eine moderne Soleerzeugung und viele motivierte Mitarbeiter bereit.