Antrittsbesuch in Sulz am Neckar
Von der Innenstadt über den InPark A81 und Kloster Kirchberg bis hinauf nach Dürrenmettstetten: Bei seinem Antrittsbesuch in Sulz am Neckar erhielt der neue Rottweiler Landrat Christoph Keckeisen einen vielfältigen Eindruck von der Flächenstadt. Bürgermeister Jens Keucher nahm sich gemeinsam mit dem Landrat viereinhalb Stunden Zeit für eine Rundfahrt durch das Stadtgebiet.
Bei schönstem Spätsommerwetter startete der Besuch um 14 Uhr hinter dem Sulzer Rathaus. „Uns war wichtig, unserem neuen Landrat nicht nur das Rathaus und die Kernstadt zu zeigen, sondern die große Vielfalt von Sulz erlebbar zu machen – von aktuellen Fragen der Stadtentwicklung und dem InPark A81 über Kultur und Tourismus bis zu moderner Landwirtschaft und dem starken Engagement in unseren Stadtteilen“, sagte Bürgermeister Jens Keucher.
Erste Station war die Untere Hauptstraße. Dort erläuterte Bürgermeister Jens Keucher die Überlegungen zur künftigen Verkehrssituation. Ein Verkehrsversuch soll zeigen, wie sich durch Verkehrsberuhigung und eine veränderte Gestaltung die Aufenthalts- und Lebensqualität in der Innenstadt weiter verbessern lässt.
Weiter führte die Fahrt zum neuen Kreisverkehr am Kastell und in den InPark A81. Der Kreisverkehr erschließt den derzeit in Entwicklung befindlichen Bauabschnitt C und verbessert zugleich die Voraussetzungen für den öffentlichen Nahverkehr: Künftig sollen Busse das Gewerbegebiet durchfahren und dort neue Haltestellen bedienen können. Auch der mögliche Standort eines Hotels war Thema. Ein Hotel mit gastronomischem Angebot bleibt ein Wunsch des Zweckverbands und zahlreicher im InPark ansässiger Unternehmen.
Über die Ortsumfahrung ging es anschließend weiter in Richtung Fischingen. Die Umgehungsstraße hat die Sulzer Innenstadt seit vielen Jahren insbesondere vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr entlastet. Die weitere Route über Fischingen, Mühlheim und Renfrizhausen machte zugleich die Ausdehnung und landschaftliche Vielfalt der rund 88 Quadratkilometer großen Flächenstadt deutlich.
Auf dem Kirchberg stand eine Besichtigung des Berneuchener Hauses Kloster Kirchberg auf dem Programm. Die ehemalige Klosteranlage ist heute ein überregional bekannter Ort für Tagungen, Seminare, Workshops, geistliches Leben und Erholung und zugleich einer der wichtigsten Übernachtungsbetriebe auf Sulzer Gemarkung. Landrat Keckeisen zeigte sich von der weitläufigen historischen Anlage und ihrer heutigen Nutzung besonders beeindruckt.
Die Rückfahrt führte über Holzhausen und die Steige zum Stockenberg. Von dort bot sich bei dem klaren Spätsommerwetter ein weiter Blick über die Kernstadt und das Neckartal. Anschließend ging es über Hopfau hinauf nach Dürrenmettstetten.
Dort gewährte der Büffelhof Steinwand einen kurzen Einblick in moderne Landwirtschaft. Der Familienbetrieb hält Wasserbüffel und verarbeitet deren Milch unter anderem in der eigenen Hofkäserei. Besonderes Interesse fand der Melkroboter: Die automatisierte Technik verdeutlichte anschaulich, welche Rolle Digitalisierung inzwischen auch in landwirtschaftlichen Betrieben spielt.
Den Abschluss des rund viereinhalbstündigen Antrittsbesuchs bildete ein zünftiges Vesper am Aussichtsturm Dürrenmettstetten. Der 24 Meter hohe Turm bringt Besucher bis auf 700 Meter über dem Meeresspiegel und eröffnet bei guter Sicht weite Ausblicke über Schwarzwald und Schwäbische Alb. Die benachbarte Wanderhütte, die mit Unterstützung des europäischen Förderprogramms LEADER entstanden ist, steht zugleich für das große ehrenamtliche Engagement in den Sulzer Stadtteilen.
Um 18.30 Uhr endete eine Rundfahrt, die einen breiten Querschnitt durch Sulz am Neckar zeigte: von Innenstadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr über Kultur und Tourismus bis zu Landwirtschaft, Landschaft und bürgerschaftlichem Engagement.





















