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Stadt Sulz am Neckar

Stadtkirche bleibt künftig dunkel

Der Angriff auf die Ukraine wirkt sich immer stärker auf das Leben aus. Nun werden die Auswirkungen der angespannten Lage auf den Energiemärkten auch in Sulz sichtbar: Die Evangelische Stadtkirche wird nachts nicht mehr beleuchtet.

Es ist ein Wortungetüm, das selbst abgekürzt kaum zu fassen ist: „EnSiKuMaV“ steht für Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung. Diese Verordnung basiert auf einem sehr ernsten Hintergrund und einer konkreten Herausforderung: Die Gasliefermengen wurden seitens der der Russischen Föderation drastisch reduziert. Dies führt zu Problemen bei der Versorgung von Industrie und Privathaushalten mit Gas. In Kombination mit dem teilweisen Ausfall französischer Atomkraft sorgt das fehlende Gas auch auf den europäischen Strommärkten für Engpässe.

Die EnSiKuMaV und die Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSimiMaV) legen deshalb als eine Maßnahme fest, dass „die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern von außen mit Ausnahme von Sicherheits- und Notbeleuchtung (…) untersagt“ ist.

In Sulz am Neckar betrifft diese Beleuchtung öffentlicher Gebäude die Evangelische Stadtkirche, die seit Jahrzehnten nachts angestrahlt wurde. Künftig werden die Scheinwerfer abends nicht mehr eingeschaltet. War die Stadtkirche damit für lange Zeit ein nächtliches Wahrzeichen der Stadt, ist die Dunkelheit nun ein Zeichen, dass Energie gespart werden muss. Ohnehin nur zu bestimmten Gelegenheiten wurde auch die Waldhornbrücke beleuchtet.

Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung sind für die öffentlichen Gebäude seitens der Stadtverwaltung bereits umgesetzt oder in Planung.

http://www.sulz.de//stadt-wirtschaft/aktuelles/in-sulz-am-neckar